Studien belegen: Aromatherapie wirkt

Quelle: beauty24 GmbH

Bereits die alten Hochkulturen von Mesopotamien und Ägypten nutzten Duftstoffe, meist als Räucherwerk, für therapeutische und rituelle Zwecke. In Europa wurden ätherische Öle im Mittelalter häufig als Heilmittel eingesetzt. Den modernen Begriff “Aromatherapie” prägte aber erst 1937 der Kosmetikchemiker R.M. Gattefossé. Er erforschte seit 1910 ätherische Öle zur Therapie und beschrieb deren hervorragende antiseptische Eigenschaften. Inzwischen ist die Aromatherapie ein weit verbreitetes Therapieverfahren zur Linderung und Verhinderung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen.

Bei der Aromatherapie erzielen die Öle durch Duftimpulse eine physiologische Wirkung auf der seelischen Ebene. Diese erreichen über die Riechnerven das limbische System des Gehirns. Dort löst die Stimulation verschiedener Gehirnareale Erinnerungsreaktionen aus und beeinflusst Körperfunktionen reflektorisch. Da ätherische Öle fettlöslich sind, werden sie bei Aromamassagen auch hervorragend über die Haut aufgenommen. Sie gelangen über den Blutkreislauf in alle Organe und beeinflussen auf der zellulären Ebene Enzyme, Carrier, Ionenkanäle und Rezeptoren.

Karin Kraft, Inhaberin des Lehrstuhls für Naturheilkunde an der Poliklinik für Innere Medizin in Rostock, warnt allerdings in der aktuellen Ausgabe der ?Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde” (Haug Verlag, Stuttgart 2008):

“Es ist darauf zu achten, dass ätherische Öle und nicht Duftöle zur Therapie verwendet werden. Während ätherische Öle pflanzlichen Ursprungs aus bis zu 300 verschiedenen Inhaltsstoffen mit unterschiedlichen Wirkungen bestehen, werden bei Duftölen nur wenige, insbesondere diejenigen, die für den Geruch verantwortlich sind, synthetisiert und zusammengemischt. Ihre Wirkung muss deshalb nicht mit der des gleichnamigen ätherischen Öls übereinstimmen”

Etliche pharmakologische Untersuchungen ergaben wissenschaftlich abgesicherte positive Wirksamkeitsbelege. Kontrollierte klinische Studien zu häufig genutzten ätherischen Ölen wie z.B. Lavendel-, Zitronen-, Orangen-, Kamillen- und Melissenöl bestätigen, dass sich die Aromatherapie als nebenwirkungsarme adjuvante Therapie eignet: zur Reduktion von Schmerzen, Angst, Stress und depressiver Stimmung, zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung sowie zur Entspannung bei Schlafstörungen.

Literatur: K. Kraft: ?Aromatherapie – Was ist gesichert?” Erfahrungsheilkunde 2008

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