Wellness für Deutschland: 20 Jahre Mauerfall – verrückte Feierlichkeiten mit Domino und Mauermob


Einmal mit 33.000 Menschen, einmal mit 2,50 hohen Dominosteinen: Die Mauer wird am 09.November in Berlin zweimal für 30 Minuten aufgebaut und wieder abgerissen. Quelle: sxc.hu
Am 09.November jährt sich der Mauerfall zum zwanzigsten Mal. Was aber geht den Deutschen Bürgern durch den Kopf wenn Sie die Wörter “Mauerfall” oder “Wiedervereinigung” hören? Die einen werden sich vielleicht als erstes an das Wunder von Leipzig erinnern, als 70.000 Menschen friedlich durch die Stadt spazierten – erfolgreich und historisch wichtig – weil die Staatsmacht der DDR nichts gegen die Montags-Demonstranten unternahm. Die anderen werden sich an die Bilder von der Prager Botschaft erinnern, als der damalige Außenminister Genscher den geflohenen DDR-Bürgern die Einreise in die BRD gewährte. Oder eines der vielen Fernseh-Bilder von jubelnden Menschen am Grenzübergang Bernauer Straße. Sicherlich hat jeder Einzelne seine ganz eigene Erinnerung an diese bewegenden Momente der Deutschen Geschichte.
Um diese Momente würdig zu feiern werden zwei ganz besondere Aktionen am 09.November den Fall der Mauer simulieren – und das in ganz unterschiedlicher Weise:
Die Stadt Berlin lässt unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Wowereit 2,50 Meter hohe Dominosteine aufstellen (die ersten stehen bereits am Brandenburger Tor) die jeweils 20 Kilogramm wiegen. Um 19 Uhr werden die 1.000 Dominosteine auf der 2 Kilometer langen Strecke zwischen Reichstag und Potsdamer Platz dann umgestossen – begleitet von der Berliner Staatskapelle.
Um 20 Uhr beginnt dann der nichtoffizielle – aber sicherlich spannendere Teil: Auf 33 Kilometern sollen sich mindestens 33.000 Menschen versammeln und so die Mauer simulieren. Es sind 33 Gruppen gegründet in die man sich kostenlos auf der Mauer Mob-Website einträgt – jeder darf mitmachen! Nach 30 Minuten gehen die Menschenmassen auseinander und feiern so 20 Jahre Mauerfall. Das Projekt “Mauermob” wird organisiert vom britischen Performancekünstler Martin Butler.


