Wellness-Region Schleswig-Holstein: Wintervergnügen auf die friesische Art


Friesischer Nationalsport: Boßeln. Und das bei knackiger Kälte. Quelle: Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V.
Manche Traditionen erschließen sich dem Gast nicht unbedingt sofort. Dazu gehört mit Sicherheit das friesische “Boßeln”. Winterzeit ist an der Unterelbe nämlich Boßel-Zeit. Bei knackigem Frost, wärmendem Punsch und anschließendem Grünkohlessen erfreut sich der Nationalsport der Friesen größter Beliebtheit. Erst, wenn die Temperaturen so richtig im Keller sind, geht?s über winterliche Felder und Wege, an verschneiten Deichen und frostiger Marsch entlang. Immer dabei: Der Bollerwagen mit Boßelkugeln, Grabenkrabern und dem nötigen “Zielwasser”. So wie sich das anhört, würde ich mich nach dieser sportlichen Betätigung auf die Sauna in einem Wellnesshotel freuen.
Boßel ist friesischer Sport
An frischer, klarer Luft treten mehrere Mannschaften gegeneinander an und rollen eine mit Bleikern gefüllte Holzkugel abwechselnd über die gefrorenen Straßen und Wege. Gewonnen hat die Mannschaft, die für die 8 Kilometer lange Strecke am wenigsten Würfe gebraucht hat. Mit einem zünftigen Grünkohlessen werden anschließend alle belohnt.
Deichbauer aus den Niederlanden brachten die etwas eigenwillige Sportart im 17. Jahrhundert nach Schleswig-Holstein. Traditionell wird im Winter geboßelt, da der Landbevölkerung in dieser Jahreszeit genügend Zeit und freie Felder zur Verfügung standen.
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