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Floating

Eine Stunde schwerelos in warmem Salzwasser, ohne Licht, ohne Geräusche. Floating ist die radikalste Form der Tiefenentspannung — und überraschend einfach. Was im Tank passiert, wem es hilft und welche Hotels einen Floating-Raum im Spa haben.

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Reiseziel
Deutschland

Was Floating ist — und warum 30 % Salz so viel verändern

Floating bedeutet schwereloses Treiben in einem flachen Becken oder einem geschlossenen Tank, gefüllt mit körperwarmem Wasser und einer extrem hohen Konzentration an Bittersalz (Magnesiumsulfat). Etwa 30 Prozent Salzgehalt — vergleichbar mit dem Toten Meer und rund zehnmal höher als die Ostsee — sorgen dafür, dass der Körper an der Oberfläche liegt, ohne dass du etwas tun musst. Hände, Füße, Kopf: alles wird vom Wasser getragen.

Die Methode wurde 1954 vom amerikanischen Neurowissenschaftler John C. Lilly entwickelt, der untersuchen wollte, was im Gehirn passiert, wenn alle äußeren Reize wegfallen. Daher der zweite Name: Sensory Deprivation, also Reizentzug. Im klassischen Floating-Tank ist es vollständig dunkel und schalldicht. Die Wassertemperatur ist exakt auf die Hauttemperatur kalibriert (etwa 35 Grad), sodass auch das Gefühl für die eigenen Körpergrenzen verschwimmt. Was übrig bleibt: der eigene Atem und Gedanken, die langsam zur Ruhe kommen.

So läuft eine typische Floating-Sitzung ab

Vor dem Floating duschst du gründlich — ohne Pflegeprodukte, weil das Salzwasser sehr empfindlich auf Cremes und Öle reagiert. Frische Schnitte oder gereizte Stellen werden mit Vaseline abgedeckt, damit das Salz nicht brennt. Ohrstöpsel sind in den meisten Studios Standard. Du steigst nackt in den Tank oder ins Becken, schließt die Tür (oder lässt sie einen Spalt offen, ganz wie du magst), das Licht geht aus, eine sanfte Musik läuft die ersten und letzten Minuten.

In der Mitte der Sitzung ist es vollkommen still und dunkel. Der Körper treibt von allein, der Nacken kann sich entweder ans Wasser hängen oder mit einem kleinen Schwimmkissen gestützt werden. Manche Menschen schlafen ein, andere geraten in einen meditativen Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Nach 60 Minuten verkündet leise Musik das Ende. Du duschst das Salz ab, trinkst etwas Wasser und ruhst noch zehn bis zwanzig Minuten in einem Loungebereich. Kein Termindruck danach — das ist der wichtigste Tipp.

„Die ersten zehn Minuten habe ich gedacht, das ist nichts für mich. Ab Minute fünfzehn war ich weg. Nach der Stunde habe ich mich gefühlt, als hätte ich drei Tage Urlaub am Stück gemacht."
— Gästestimme aus einem Beauty24-Wellness-Arrangement

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Häufige Fragen zum Floating

Wie fühlt sich Floating beim ersten Mal an?

Die ersten Minuten sind ungewohnt — du liegst auf etwa 25 bis 30 Zentimeter konzentriertem Salzwasser, der Körper trägt sich von allein, die Ohren sind unter Wasser. Viele Menschen brauchen fünf bis zehn Minuten, bis Nacken und Schultern wirklich loslassen. Danach wird es ruhig: kein Druckgefühl, keine Geräusche, kein Licht. Wer Platzangst hat, lässt die Tank-Tür einen Spalt offen oder wählt ein offenes Floating-Becken.

Wie lange dauert eine Floating-Sitzung?

Standard sind 60 Minuten im Tank, in vielen Wellnesshotels wird auch eine 90-Minuten-Sitzung angeboten. Für den ersten Termin reichen 60 Minuten gut aus. Inklusive Dusche vorher und nachher solltest du etwa 90 Minuten einplanen. Manche Anbieter empfehlen für einen tieferen Effekt eine Serie von drei bis fünf Sitzungen im Abstand von wenigen Tagen.

Was kostet eine Floating-Sitzung?

Eine 60-Minuten-Einzelsitzung kostet in Deutschland zwischen 30 und 60 Euro, abhängig von Stadt und Ausstattung. Im Wellnesshotel ist Floating häufig Teil eines Arrangements oder als Zusatzleistung buchbar. Wellness-Wochenenden mit Floating-Anwendung gibt es bei Beauty24 ab etwa 99 Euro pro Person.

Wann ist Floating nicht zu empfehlen?

Bei offenen Wunden, frischen Tattoos, Hautinfektionen, akuten Mittelohrentzündungen oder unkontrolliertem Bluthochdruck solltest du verzichten. Auch in den ersten Wochen nach einer Operation oder bei Epilepsie vorher den Arzt fragen. Schwangere können meist ab dem zweiten Trimester floaten — die schwerelose Lage entlastet sogar Rücken und Becken — aber bitte nur nach Rücksprache mit der Hebamme oder dem Frauenarzt.

Was bringt Floating wirklich?

Belegt sind eine messbare Senkung von Cortisol und Blutdruck während und nach der Sitzung sowie eine Linderung von Spannungskopfschmerzen und Rückenschmerzen. Studien aus Schweden zeigen außerdem positive Effekte bei generalisierten Angstzuständen und Schlafstörungen. Die spürbarsten Effekte für die meisten Gäste: tiefere Entspannung als nach einer Massage und ein deutlich besserer Schlaf in der Nacht danach.

Bereit für deine schwerelose Stunde?

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