Bayerisches Meer im Voralpenland: weite Wasserflächen, zwei Schloss- und Klosterinseln und die Jod-Sole-Therme in Bad Endorf. Zwei bis vier Nächte Auszeit ab 119 € pro Person.
Der Chiemsee gilt nicht ohne Grund als „Bayerisches Meer“. Mit rund 80 Quadratkilometern ist er einer der grössten Seen Deutschlands, das Ufer ist über 60 Kilometer lang, und im Süden steigen die Chiemgauer Alpen direkt aus der Wasserlinie auf — Kampenwand, Hochries, Hohe Salve. Anders als am Tegernsee verteilt sich das Geschehen auf viele kleine Orte: Prien am Nordufer, Bernau und Übersee im Süden, Gstadt am Westufer, Aschau im Chiemgau im Tal dahinter. Genau diese Weite macht den Unterschied.
Wellness funktioniert hier in zwei Modi. Der eine ist klassisch — das Heilbad Bad Endorf mit seiner Jodquelle und der Chiemgau-Therme als Jod-Sole-Therme bedient die Gäste, die mit medizinischem Anspruch anreisen. Der andere ist aktiv: Hotels mit Saunalandschaft als Ergänzung zu Segelschule, SUP-Verleih, Wanderkarte und E-Bike. Das Preisniveau ist mittel-gehoben, mit Arrangements ab 119 € pro Person für zwei Nächte mit Halbpension. Familien finden hier mehr Platz als am Tegernsee, Sportler mehr Möglichkeiten — und beide Gruppen weniger Trubel.

Heilbad mit eigener Jodquelle, die Chiemgau-Therme bietet warmes Solewasser, Saunalandschaft und Aussenbecken mit Alpenblick. Die richtige Wahl, wenn dir Therme wichtiger ist als Seenähe — Bad Endorf liegt rund acht Kilometer nördlich des Chiemsees.
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Lebendigster Ort am See, mit Bahnanschluss, Promenade und der Schiffsanlegestelle Stock für Herreninsel und Frauenchiemsee. Wellnesshotels reichen vom Stadthotel mit Spa bis zum Seehotel mit Steg — gut für alle, die Aktivität und Ruhe mischen wollen.
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Aschau liegt im Tal der Prien, mit Kampenwand-Seilbahn vor der Tür und der Hohen Salve im Rücken. Boutique- und Resorthotels mit klassischen Spas, ideal für Wanderwochen mit Sauna am Abend statt Strandtag.
Hotels in Chiemsee findenWas den Chiemsee von anderen Voralpenseen unterscheidet, sind seine drei Inseln. Die Herreninsel ist mit 230 Hektar die grösste und trägt Schloss Herrenchiemsee — Ludwigs II. Versailles-Kopie, 1878 begonnen, nie ganz vollendet. Spiegelgalerie, Paradeschlafzimmer, gepflegte Gartenanlagen, dazu das Augustiner-Chorherrenstift als Museum. Ein Halbtag reicht; Schiff ab Prien-Stock alle 15 bis 30 Minuten in der Saison.
Die Frauenchiemsee — auch Fraueninsel genannt — ist mit knapp 16 Hektar viel kleiner, aber atmosphärisch der eigentliche Schatz. Seit dem 8. Jahrhundert steht hier ein Benediktinerinnenkloster, fünf Fischerhöfe halten die Tradition lebendig, es gibt eine Marzipan-Manufaktur, eine Brennerei, keine Autos und den ältesten Klostergarten Bayerns. Wer beide Inseln an einem Tag besucht, plant morgens Herreninsel, mittags Übersetzen, nachmittags Frauenchiemsee mit Kaffee am Hafen — und ist abends pünktlich zum Sauna-Termin im Hotel zurück.

Staatlich anerkanntes Heilbad mit Jodquelle. Die Chiemgau-Therme ist eine der wenigen Jod-Sole-Thermen Süddeutschlands — therapeutisch ausgerichtet, mit Saunalandschaft, Sole-Aussenbecken und Alpenblick. Acht Kilometer bis zum Chiemsee.
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Hauptort am Nordufer, Bahnknoten, Anleger der Chiemsee-Schifffahrt. Promenade, Kurpark, Strandbad — der bequemste Ausgangspunkt ohne Auto. Wellnesshotels von der Pension bis zum Vier-Sterne-Haus.
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Im Priental zwischen Kampenwand und Hoher Salve, rund zehn Kilometer vom Seeufer. Wander- und Bergsteigerort mit Burg Hohenaschau und Kampenwand-Seilbahn. Etwas alpiner als die Seeorte, mit klassischer Wellness-Tradition.
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Südufer mit direktem Alpenblick über das Wasser, sehr ruhig, viele Familienhotels und Ferienwohnungen. A8-Anschluss direkt im Ort, kurzer Weg nach Aschau und in die Berge. Gut für alle, die See plus Berg in einem Stützpunkt wollen.
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Östliches Südufer, mit grossem Strandbad in Feldwies und einem der beliebtesten Segel- und Surfreviere am See. Ruhiger als Prien, mit gutem Zugang zum Wasser. Wellnesshäuser hier sind oft familiengeführt und auf Aktive ausgerichtet.
Hotels in Chiemsee findenDer Chiemsee hat zwei klare Hochsaisonen, die sich kaum überschneiden. Mai bis September ist die Wasser-Saison — Wassertemperaturen bis 22 Grad im Juli, Segelregatten, SUP-Kurse in Übersee und Prien, Tretboot- und Fahrradverleih an jedem Strandbad. Juli und August sind die teuersten Wochen, die Schiffe zur Herreninsel sind in der Mittagszeit voll. Wer die Saison nutzen will, ohne den Trubel mitzunehmen, wählt die letzten zwei Septemberwochen — Wasser noch warm, Hotels schon günstiger.
Oktober ist das unterschätzte Fenster. Die Almabtriebe rund um Kampenwand und Hochries fallen auf die ersten zwei Wochen, das Laub färbt sich, und an klaren Föhntagen ist die Sicht über den See bis zu den Hohen Tauern frei. Wanderwege zur Hohen Salve oder zur Hochrieshütte sind dann am schönsten. Im Winter konzentriert sich Wellness auf die Therme in Bad Endorf — das Skigebiet Hochries oder das nahe Sudelfeld liegen unter einer Stunde entfernt, aber der Chiemsee selbst ist eher Frühlings- bis Herbstziel.
Mehr als 30 Wellnesshotels rund um den Chiemsee — von der Therme in Bad Endorf bis zum Seehotel in Prien. Wähle Reisezeit und Personenzahl, wir zeigen passende Arrangements.
„Drei Nächte in Bernau, ein Tag mit dem Schiff zur Herreninsel, einer in der Chiemgau-Therme — und am letzten Morgen noch eine Wanderung zur Kampenwand. Mehr Bayern bekommt man kaum in vier Tage gepackt."— Gästestimme aus einem Beauty24-Arrangement
Der Chiemsee ist mit rund 80 Quadratkilometern der drittgrösste See Deutschlands — deutlich grösser, weitläufiger und ruhiger als der prominente Tegernsee. Das Ufer ist weniger dicht bebaut, die Hotels liegen oft in Dorflage statt an einer Promenade, und das Publikum ist gemischter: mehr Familien, Segler, SUP-Fahrer und Wanderer, weniger Münchner Wochenend-Schickeria. Das Preisniveau ist mittel-gehoben, aber spürbar moderater als am Tegernsee.
Bad Endorf ist die erste Adresse, wenn dir die Therme wichtig ist — der Ort ist Heilbad mit eigener Jodquelle und der Chiemgau-Therme als Jod-Sole-Therme. Prien am Chiemsee ist der lebendigste Hauptort mit Schiffsanleger zur Herreninsel und gutem Bahnanschluss. Bernau und Übersee am Südufer sind ruhiger, mit Alpenblick und kurzem Weg zu den Bergen. Aschau im Chiemgau passt für alle, die Wellness mit Wandern an der Hohen Salve oder am Kampenwand verbinden wollen.
Ja, sehr. Die Herreninsel beherbergt Schloss Herrenchiemsee — Ludwigs II. unvollendete Versailles-Kopie, eines der ungewöhnlichsten Schlösser Bayerns. Die kleinere Frauenchiemsee ist eine Klosterinsel mit über 1.200 Jahren Geschichte, fünf Höfen, einer Marzipan-Manufaktur und keinen Autos. Die Chiemsee-Schifffahrt fährt ganzjährig ab Prien-Stock; im Sommer reicht ein Tag für beide Inseln. Im Winter ist nur Frauenchiemsee per Schiff erreichbar.
Mai bis September ist die Hauptzeit für alle, die das Wasser nutzen wollen — Segeln, SUP, Schwimmen, Inselausflüge. Der See erwärmt sich bis Juli auf etwa 22 Grad. Oktober ist die schönste Wanderzeit am Almgebiet rund um Kampenwand und Hochries — klare Föhntage, Almabtrieb, leerer als der Sommer. Januar bis März ist die Sauna-Saison: Hotels haben Winterraten, die Chiemgau-Therme in Bad Endorf läuft auf voller Stufe, und an Föhntagen liegt die Alpenkette zum Greifen nah.
Mit dem Auto über die A8 München–Salzburg, Ausfahrten Bernau, Felden oder Übersee — von München aus etwa 60 bis 90 Minuten. Mit der Bahn fährst du nach Prien am Chiemsee (Meridian-Linie ab München Hauptbahnhof), von dort übernimmt die historische Chiemsee-Bahn (Schmalspur, seit 1887) den Weg zum Schiffsanleger Stock. Salzburg Airport ist rund 60 Kilometer entfernt, München Flughafen etwa 100 Kilometer. Vor Ort ist ein Auto hilfreich, aber nicht zwingend — viele Hotels bieten Transfers oder liegen am RVO-Busnetz.
Zwei bis vier Nächte mit Halbpension, Spa-Zugang und optionalem Therme-Eintritt in Bad Endorf. Handverlesen, kostenfrei stornierbar, sicher gebucht.
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