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Autor: Isabella Prill
16.05.2014

So entspannt die Welt: Weltkarte der Wellness-Rituale

Überall auf der Welt suchen Menschen nach Wegen, das körperliche und seelische Wohlbefinden zu steigern. Dabei hat jeder Kulturkreis seine eigenen Wellnessrituale und -bräuche. In Deutschland sind Anwendungen wie Wasserkur nach Kneipp oder klassische Moorbäder am bekanntesten. Aber auch viele Einflüsse aus anderen Ländern wie das Indische Ayurveda haben ihren Weg zu uns gefunden.

In vielen Ländern werden zum Beispiel Dampfbäder unterschiedlich praktiziert und haben eine positive Wirkung auf Körper und Seele: Sie entschlacken und entgiften den Körper und stärken das Immunsystem. Doch in der großen Wellness-Welt gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Pantai Luar aus Ostasien

Eine traditionelle Massage aus dem ostasiatischen Raum die mit warmen Öl durchgeführt wird. Die alte Massagetechnik mit thermophysikalischen Komponenten bedeutet für die westliche Welt ein neues Massage-Erlebnis. Der Körper wird mit einem angenehm riechenden vorgewärmten Öl vorsichtig eingerieben. Danach werden mit einem sorgfältig hergestellten, heissen Kräuterstempel die zu behandelnden Stellen am Anfang nur kurz mit der Zeit immer länger berührt. Am Ende der Behandlung wird der Körper mit Massagebewegungen zur Entspannung geführt. Diese fürwahr exotische Massage bezweckt, das sich die Hautzellen reparieren und verjüngen. Ebenso findet eine angenehme Entspannung des ganzen Körpers ohne Druckstellen statt.

Hawaiianische Lomi Lomi Nui

Lomi Lomi Nui ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, ein hawaiianisches Massageritual. Der Lomi-Ausübende bewegt sich dabei mit Hula-Schritten (ähnlich dem Tai-Chi) um den Tisch herum. Lomi-Lomi erinnert an bekannte Techniken wie Rolfing, Akupressur, Reflexzonenmassage und hat auch Elemente des Handauflegens. Die Wirkung dieser Massage beschränkt sich nicht nur auf den Körper allein, wo sie Schmerz, Verspannungen, energetische Blockaden und organische Dysfunktionen lindert, sie geht auch in den psychischen Bereich.

Griechisches Laconium

Das Laconium ist ein griechisches Schwitzbad, welches nach dem Volk der Lakonier, aus dem südlichen Griechenland, benannt wurde. Das Besondere: Der geflieste Fußboden wird bis auf maximal 60 °C beheizt und die Temperatur nur langsam gesteigert, wodurch der Kreislauf geschont wird. Aufgrund der langsamen Temperatursteigerung kann in einem Laconium bis zu einer Stunde verweilt werden - länger als in einer gewöhnlichen Sauna. Das gibt dem Körper genug Zeit zu entgiften und zu entschlacken. Zudem wird das Immunsystem angeregt, der Blutdruck reguliert und der Stoffwechsel gefördert. Das Ergebnis ist ein Gefühl von purer körperlicher Entspannung und Frische.

Tibetische Klangmassage

Die Tibetische Klangmassage harmonisiert ganzheitlich Körper, Geist und Seele. Im Gegensatz zu anderen Massagen findet hier kein Körperkontakt mit dem Masseur statt, ja man muss sich nichteinmal entkleiden. Die Klangschalen werden sowohl auf als auch um den bekleideten Körper platziert und mit einem Filzklöppel sanft angeschlagen. Dabei entstehen wohltuende Schwingungen, die sich wellenförmig über das Gewebe ausbreiten. Durch die Klänge wird man in eine angenehme Trance versetzt, in der man besonders gut Spannungen und Blockaden lösen kann - körperlich und seelisch.

Mahana-Massage aus Polynesien

Diese Massagetechnik ist in Polynesien beheimatet. Mit Tuiponos, auch bekannt als warme Sandstempel, wird in langsamen und rhythmischen Bewegungen über den Körper gestrichen. Das dafür verwendete Monoi-Öl ist ein traditionelles, in Französisch-Polynesien hergestelltes Schönheitsmittel. Die Wirkstoffe der schneeweißen und stark duftenden Tiaré-Blüte in Kombination mit wertvollem Kokusnussöl machen die Haut zart und geschmeidig. Ein Südsee-Feeling ist dabei garantiert.

Kalifornische Massage

Diese fließende Ölmassage wird mit Elementen aus verschiedenen Massagetechniken ausgeführt. Durch achtsame Berührung, fließende und streichende Bewegungen in Kombination mit Gelenklockerung, wirkungsvollen Stretchings sowie Atem- und Energiearbeit wird die eigene Körperwahrnehmung gefördert.

Noch mehr Wellness-Anwendungen finden Sie in unserem Wellness Lexikon

News Archiv: April bis Juni 2014