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Fremdschämen statt Erholen: Wie nervige Hotelgäste zu Entspannungskillern werden

Eine Auszeit vom Alltag nehmen, die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen - das ist das Hauptziel eines Wellness-Urlaubs. Wenn andere Hotelgäste die guten Manieren zu Hause lassen, kann der Traum von einem erholsamen Wellness-Trip schnell zerplatzen. Ob Sauna-Schwätzer oder Extrem-Entspanner: Der Stilexperte Jan Schaumann kennt die skurrilen Angewohnheiten von Urlaubern und hat mit dem Wellnessreise-Veranstalter beauty24.de eine Top 10 der nervigsten Urlaubstypen zusammengestellt.

Berlin, 2. Dezember 2013. Für viele bedeutet Wellness eine Auszeit vom Alltag, doch manche Urlauber nehmen sich auch eine Auszeit von den guten Manieren. Wer hat das nicht schon einmal erlebt: Drängeln am Buffet, Reviermarkierung mit Handtüchern am Pool oder anhängliche Urlaubsbekanntschaften. Wenn andere Hotelgäste zu Erholungskillern werden, scheint das Entspannen unmöglich. Was am besten hilft? Schmunzeln und die Augen schließen! Das sagt zumindest der Stilexperte Jan Schaumann und hat eine Übersicht von 10 Urlaubstypen zusammengestellt, die jeder kennt aber lieber nicht ein zweites Mal treffen möchte.

Der Smartphone-Sklave
Er trägt sein Smartphone während des gesamten Wochenendes stets bei sich. Ob am Pool, bei der Lomi-Lomi-Massage oder beim romantischen Candlelight-Dinner am Abend. Sobald das Display aufleuchtet, sieht man ihn aufmerksam auf das Gerät fokussiert. Während des Restaurantbesuchs vor dem Eingang Anrufe entgegenzunehmen, hat oberste Priorität. Wellness heißt abschalten, das Smartphone mit inbegriffen.

Die Selbstversorger
Die Selbstversorger betreten den Wellness-Bereich so, wie Reinhold Messner das Basislager am Fuße des Nanga Parbat. Außer einem Zelt haben sie alles dabei. Selbstverständlich wird vor dem Gang ins Wasser das Badethermometer ins selbige gelassen und nach erfolgtem Seegang und einer ausgiebigen Dusche wird wechselseitig gecremt und gesalbt, was die Probe-Tuben hergeben. Denn Inklusivleistungen werden von diesen Gästen besonders gerne und großzügig angenommen.

Der venetianische Wasserspieler
Er beherrscht die beeindruckende Kunst, durch Kleinigkeiten auf sich aufmerksam zu machen. Er taucht drei Bahnen durch das 8-Meter-Becken, um seiner Liebsten anschließend eindrucksvoll zu zeigen, dass er locker noch mehr schaffen würde, indem er beim anschließenden Abtauchen die submarine Poolausstattung unter die Lupe nimmt und über den Beckenrand kommuniziert. Er kann minutenlang regungslos rücklings auf dem Wasser liegen und aus seinem Mund Fontänen unterschiedlichster Stärke, Form und Höhe spritzen lassen. Wegsehen? Unmöglich!

Der Kraul-König
Natürlich hat der König der Schwimmstrecke sein ganzes Equipment dabei. Von der Nasenklammer über die Teflon beschichtete Badekappe bis zum geschlechtsneutralisierenden XXS-Wettkampf-Höschen. Dabei pflügt er die ersten 150 Bahnen im Kraulstil durch das Becken, gefolgt vom Brustschwimmen und prustendem Ausatmen unter Wasser. Nach knapp eineinhalb Stunden wird vor staunendem Publikum die Muskulatur beim abschließenden Rücken-Kraul gelockert - denn der König genießt es, wenn das gemeine Volk ihm huldigt.

Der Extrem-Entspanner
Dieser Gast ist ein Profi in Sachen Wellness. Ihm kann niemand etwas vormachen. "Been there, done it" ist seine Philosophie. Und die tut er liebend gerne kund. Zu jedem Fleck der Erde hat er die passende Anekdote in petto, zu jedem Hotel seine maßgebliche Erfahrung. Quasi in der Sauna geboren, ist ihm kein Aufguss zu heiß, keine Behandlung zu exotisch. Ist eben alles eine Frage der Gewohnheit und der Abhärtung. Während unsereins für einen Sekundenbruchteil die Spitze des großen Zehs unter die kalte Dusche hält, wälzt sich der schwitzende Extrem-Entspanner eine Viertelstunde im künstlichen Schneeberg und schaufelt sich das frische Weiß bis zur Nasenspitze. Selbstverständlich nicht, ohne die anderen Gäste unmissverständlich aufzufordern, es ihm gleichzutun.

Die rustikale Reisegruppe
Alleine oder zu zweit ins Wellness-Hotel? Das kommt für die eingeschworene Reisegruppe nicht infrage. Ob St. Petersburg, Palma oder Oer-Erkenschwick - wir stehen alles gemeinsam durch. Einer für alle und alle für einen. Dass die Zimmer der reizenden Mitreisenden nebeneinander liegen ist klar. Alles andere würde den verbalen Austausch von Balkon zu Balkon erheblich beeinträchtigen. Und drei Tische sind im Restaurant schließlich auch schnell zusammengeschoben. So wird geplaudert, gelacht und zugeprostet. Schließlich ist man ja nicht auf einer Beerdigung, sondern im Kurzurlaub. Und so jung kommt man auch nie wieder zusammen.

Der Mallorca-Major
Er liebt die Ordnung. Struktur ist sein Thema und Orientierung ist für alle da. Insbesondere für die anderen. Klare Ansagen erzeugen keine Missverständnisse. Wenn das Handtuch auf der Liege liegt, ist diese nicht verfügbar. Punkt. Unabhängig davon, ob der Mallorca-Major darauf ruht oder nicht. Schließlich hat er das Gebiet rechtzeitig vor dem Frühstück erobert und zum Beweis seine Fahne darüber gelegt. Damit das klar ist! Und sollte jemand auf die abwegige Idee kommen, diese zu entfernen, nur weil der Major einmal zwei, drei Stündchen unterwegs ist, gibt es Stunk. Eine solche Frechheit und unverschämte Übergriffigkeit muss man sich ja wohl auch nicht bieten lassen. Falls eine übereifrige Servicekraft die verwaisten Handtücher eingesammelt hat, wird auch diese lautstark zurechtgestutzt.

Der Sauna-Schwätzer
Man sitzt mit geschlossenen Augen in der Sauna und lässt seinen Gedanken ebenso wie seinen Schweißperlen freien Lauf. Diese Ruhe. Dieser angenehme Duft und dieses beruhigende, gedämpfte Licht. Bis die Tür aufgeht und er hereinkommt - der Sauna-Schwätzer. Er grüßt mit einem fröhlichen "Mahlzeit!" in die Runde und gibt bei der Saunameisterin, die mit Aufgusseimer, Handtuch und diversen Utensilien das Schwitzbad betritt als erstes ein kühles Bier in Auftrag, um sich im selben Atemzug bei den übrigen Erholungssuchenden zu erkundigen, wer denn das nächste mit ihm trinkt. Ach, so ein Wellness-Wochenende kann schon lustig sein.

Die ganz Natürlichen
Sie lieben es bequem. Und sie lieben es natürlich. Nichts, was einengt oder die Bewegungsfreiheit einschränkt. Und nichts, was Mutter Natur nicht so vorgesehen hat. Der Jogginganzug ist der beste Freund des Wochenendes. Im Partnerlook natürlich, ist klar. Auch darunter wird lockeres getragen. Und die Kombination mit Hausschuhen, Pumps oder Raulederslippern gehört ebenfalls zum Programm. Damit kann man auch mal gut weggehen. Zum Beispiel abends in das Hotel-Restaurant. Oder zum Frühstück. Oder in das SPA. Eigentlich überall hin. Und da Ballonseide so unempfindlich ist, kann das flieder-türkisfarben gemusterte Schmuckstück auch das ganze Wochenende getragen werden.

Die frisch Verliebten
Ach, wie schön! Zwei frisch verliebte Herzen, die sich ihre Zuneigung zeigen. Und allen anderen auch. So romantisch! Hach, das waren noch Zeiten, als die Hormone Tango tanzten und die Schmetterlinge im Bauch kreisten. Ist es nicht süß, wie sie den ganzen Tag Händchen halten? Am Frühstückstisch, an der SPA-Rezeption, zwischen den Liegestühlen und während der Paar-Massage. Und die küssen sich wenigstens noch! Am Buffet ein zartes Küsschen auf die Wange, vor der schmerzhaften Trennung zwecks individuellem Toilettengang ein Hauch von Kuss auf den Mund und ein etwas intensiverer voller Wiedersehensfreude danach. Im Jacuzzi dauert der Kuss dann ein wenig länger an - das ist wahre Liebe!

#link  http://www.beauty24.de/other/presse/131129_PM_beauty24_Entspannungskiller.pdf

Pressemitteilung als PDF. (232 KB)

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